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Risikogruppen

Vor der schädlichen Wirkung der UV-Strahlung sollten sich prinzipiell alle Menschen schützen. Manche Risikogruppen müssen jedoch besonders vorsichtig sein und auf Vorbeugung achten.

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Allgemeine Risikofaktoren

Betroffene: Personen, die zuvor schon einmal die Diagnose Hautkrebs erhalten haben, tragen ein erhöhtes Risiko für eine erneute Erkrankung.

Outdoorliebhaber: Personen, die gerne in der freien Natur Sport treiben (z. B. Jogger, Reiter, Surfer, Bergsteiger, Kletterer, Radfahrer, Skifahrer, Segler, Wanderer usw.) oder Hobbies in der Sonne verfolgen, wie z. B. Gartenarbeit oder Spazierengehen, sind durch die hohe Sonneneinstrahlung besonders gefährdet.

Genetische Vorbelastung: In manchen Familien kann eine Veranlagung für Hellen Hautkrebs genetisch vererbt werden. Liegt diese genetische Vorbelastung vor, sind auch weitere Familienmitglieder anfälliger für Hellen Hautkrebs. Informieren Sie sich am besten über mögliche Erkrankungen in ihrer Familie bzw. auch in der Verwandtschaft und besprechen sie das mit Ihrem Hautarzt.

Hauttypen: Es gibt sechs verschiedene Hauttypen, die sich durch Augen-, Haut- und Haarfarbe charakterisieren lassen. Die gebräuchlichste Klassifizierung wurde 1975 vom Hautarzt Thomas Fitzpatrick entwickelt. Die Hauttypen 1 und 2 sind den UV-Strahlen gegenüber am empfindlichsten und besitzen ein erhöhtes Risiko für Hellen Hautkrebs.

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Risiko Vorerkrankung

Immunsupprimierte: Zu den Betroffenen gehören Personen, die aufgrund von Krankheiten oder Organtransplantationen mit einer Immunsuppression – d. h. der Unterdrückung des Immunsystems – behandelt werden. Dies erfolgt entweder durch Medikamente, die das körpereigene Abwehrsystem unterdrücken, oder durch andere Therapieformen, wie z. B. Bestrahlung. Mit einer Immunsuppression geht leider einher, dass die körpereigene Abwehr geschwächt und Betroffene anfälliger sind, überhaupt zu erkranken. Außerdem kann sie sich gleichzeitig negativ auf die Heilungsprozesse in der Haut auswirken. UV-Licht gilt als Hauptauslöser für Hellen Hautkrebs und schädigt die Hautzellen, aber zusätzlich auch das Immunsystem der Haut. Bei gesunden Menschen erholt dieses sich normalerweise von selbst. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann der Prozess allerdings zu lange dauern, wodurch das Hautkrebsrisiko steigt.

Transplantierte: Personen, die eine Organtransplantation hinter sich haben, müssen dauerhaft  Immunsuppressiva einnehmen, um eine Abstoßungsreaktion des fremden Organs durch den eigenen Körper zu verhindern.

Rheumapatienten: Bei bestimmten Rheuma-Formen handelt es sich um  Autoimmunerkrankungen, was bedeutet, dass das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift und gleichzeitig häufig in seiner Funktion beeinträchtigt ist. Rheumatische Erkrankungen sind in der Regel durch chronische Entzündungsprozesse gekennzeichnet. Zur Rheumatherapie werden häufig Medikamente eingesetzt, die u.a. eine immunsuppressive Wirkung haben.

Krebspatienten: Die verschiedenen Behandlungsarten von Krebs (z.B. Chemotherapie oder Strahlentherapie) greifen häufig das Immunsystem des Körpers an. Die körpereigenen Abwehrkräfte sind geschwächt, und die Patienten dadurch einem höheren Risiko für Hellen Hautkrebs ausgesetzt.

 

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Risiko Beruf

Gerade Personen, die viel im Freien arbeiten, sind gefährdet: Außenberufe in der Baubranche, in der Seefahrt und in der Landwirtschaft, Gärtner, Sportlehrer, Kinderbetreuer, Dachdecker, Fahrradkuriere… Aber auch bei Berufen, durch die man viel Zeit im Auto verbringt, sollte man an UV-Schutz und Vorbeugung denken: UV-Strahlen dringen auch durch Glasscheiben.

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Bestimmte Formen des UV-bedingten Hellen Hautkrebs stehen kurz vor der offiziellen Anerkennung als Berufskrankheit (BK). Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat im Gemeinsamen Ministerialblatt im August 2013 die wissenschaftliche Begründung des ärztlichen Sachverständigenbeirates, Sektion „Berufskrankheiten“, für eine mögliche neue Berufskrankheit
„Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung“
amtlich veröffentlicht. Schon jetzt können bestimmte UV-bedingte Formen des Hellen Hautkrebs den zuständigen Berufsgenossenschaften (Unfallversicherungsträger) als Berufskrankheit gemeldet und ggf. von den Unfallversicherungsträgern anerkannt werden.